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Asturien
Geschichte und Mythen einer fast unbekannten Region |
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| Die nordspanische Atlantikküste ist einer der ältesten, kulturell relevanten Landstriche Europas. So sind z.B. die berühmten Höhlenmalereien von Altamira oder die geheimnisvolle 8000 Jahre alte Steinfigur Pe'a Tu beeindruckende Zeugnisse aus der Steinzeit.
Asturien hat sein altes Erbgut in mystischen Legenden, Ritualen, Liedern und Tänzen bewahrt, die von der geschichtlichen Entwicklung und dem Kontakt mit anderen Kulturen erzählen. Selbst die Phönizier haben die Nordwestküste Asturiens besucht, um von hier aus Zinn nach Ägypten zu verschiffen. Allerdings werden doch eher die keltischen Einwanderer als die eigentlichen Vorfahren der Asturier angesehen und ihre Wurzeln sind auch noch heute in der Volksmusik zu finden. Nach den Kelten besetzten die Römer das Land. Neben Monumenten und Gebäuden hinterliessen sie ihre Sprache - das Spanische hat sich aus dem gesprochenen Latein entwickelt. Dann folgten die Visigoten und übernahmen die Herrschaft über das entstandene Reich. Auch sie hinterliessen ihre Spuren in der asturischen Kultur. Die anschliessende Invasion der Mooren war nicht erfolgreich, denn sie wurden bereits 722 n. Chr. bei der legendären Schlacht von Covadonga geschlagen. Heute ist diese Stelle ein heiliger Platz und berühmter Wallfahrtsort. Von hier aus startete die "Reconcista" und die ersten einfachen Steinkirchen im präromanischen Stil wurden erbaut. Der bekannte Wallfahrtsweg nach Santiago de Compostela und seine Seitenwege entlang der Küste brachten viel Kontakt mit dem restlichen Europa mit sich. Das ist auch der Grund für die stark mitteleuropäisch ausgerichtete nordspanische Kultur. Die Bewohner des Süden Spaniens sehen deshalb diese Region - die auch "Costa Verde" (Grüne Küste) genannt wird - als den eigentlich exotischen Part des Landes an. Die Asturier sind freundliche Leute, die das Feiern, Singen und Tanzen lieben. Sie halten das traditionelle Erbe hoch und erzählen noch heute die Geschichten von "Nubero", der auf der Wolke reitend Blitze und Regen schleudert oder von den "Xanas", den wunderschönen Quellnymphen, die Wünsche erfüllen, sobald sie aus ihrer Verzauberung befreit werden. Es gibt Geschichten über Drachen, die Schätze bewachen, betörende Sirenen, boshafte Zwerge und Spässe treibende Teufel. Über Fackeln ziellos herumirrender Seelen bei Nacht, über Zusammenkünfte von Hexen und heiligen Feuern in der Mitsommernacht. Dieser Hintergrund faszinierte und inspirierte Jon Michael Winkler bei seiner Arbeit zur Suite Asturiana. |